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Auf dem Weg zum Theaterraum begegnen den Zuschauerinnen und Zuschauern Misung, Lilly und Freya.

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Alle drei haben sich mit einem eigenen Clip bei einem Fernsehstudio beworben – für eine Rolle, die alle drei haben möchten: Sie alle wären gern die Moderatorin bei der Fernsehshow „Creeps“.

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Tatsächlich werden Misung, Lilly und Freya nach Stuttgart ins Studio eingeladen und treffen dort das erste Mal aufeinander. Bisher dachte jede, sie hätte die Rolle der Moderatorin so gut wie sicher; nun stellt sich heraus, dass die Rolle noch zu vergeben ist. Statt eines Vorstellungs-gesprächs erwartet die drei ein Casting. Das wird aus dem Off geleitet: Die zwei Regisseure Thorsten und Thorben schalten sich immer wieder zu und fordern im typischen Casting-Show-Slang „personality“, „attitude“, „power“, „special effects“ …

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Das alles und noch viel mehr sollen die drei jungen Frauen bei verschiedenen Aufgaben zeigen, was den Konkurrenzkampf untereinander immer weiter anheizt. Freya, die schüchtern wirkt und deren Thema eigentlich der Umweltschutz ist, und die selbstbewusste, sehr auf ihr Äußeres bedachte Lilly können wenig miteinander anfangen; Misung steht allem eher offen und lebensfroh gegenüber, was ihre Mitbewerberinnen nicht wirklich gut finden. Und keine der drei hat Hemmungen, ihren Unmut den anderen beiden gegenüber deutlich zu machen und sogar auch handfest zu zeigen.

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Damit geht der Plan der beiden Regisseure auf, denn die wollen die wahren Emotionen, die aufgezeichneten Umsetzungen der Aufgaben und die heimlich mitgeschnittenen Diskussionen in den Pausen zu einem Trailer zusammenschneiden, der dann vor „Creeps“ gezeigt werden soll. Die Moderation übernimmt eine ganz andere Frau, das steht schon längst fest. Das dämmert schließlich auch Lilly, Misung und Freya. Sie durchschauen das falsche Spiel und verbünden sich gegen den Sender. Dabei bröckelt ihre Fassade, sie beginnen, ehrlich zueinander zu sein: Lilly gibt zu, dass es ihr eigentlich darum geht, ihrem Vater etwas zu beweisen: Sie selbst möchte etwas schaffen, aus eigener Kraft, ohne dass er seine Beziehungen für sie spielen lässt und ihr die Rolle besorgt. Misung erhofft sich, endlich etwas von der Welt zu sehen, ihrem Alltag zu entfliehen und etwas Neues zu erleben. Freya möchte ihre Mutter stolz machen, denn der hat sie bislang nur Probleme bereitet.

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In aufrechter Haltung verlassen die drei das Studio – mit „Creeps“ ist es nichts mehr! Applaus für die fünf starken Schauspieler/innen, die unter der Leitung von Sabrina Winter dieses Stück auf die Bühne gebracht haben!

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Text und Fotos: Carmen Große