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Wir konnten uns nicht entscheiden

Ort der Entscheidung ist das Volksfest, auf dem sich zehn Jugendliche im Laufe eines Abends finden. An diesem Ort und in der Begegnung mit den anderen ist jeder auf seine Art mit einer persönlichen Weggabelung konfrontiert und trifft seine individuellen Entscheidungen – auf der Suche nach sich selbst und dem eigenen Leben: Wohin führt mein Weg? Wer will ich sein? Wer soll ich sein? Und will ich der sein, der ich sein soll? Kann ich nicht einfach ich sein? Aber: Wer bin ich?

Inspiriert von eigenen Erfahrungen und Fremdtexten entsteht eine Collage aus Momentaufnahmen im Gedränge des Volksfestes und zugleich eine Mischung aus Komödie, Tragödie, Romanze, Epischem Theater, Postdramatischem Theater, Dokumentarischem Theater und Improvisations-theater; der Literatur- und Theaterkurs der Kursstufe 2 unter der Leitung von Verena Wrobel konnte sich da nicht entscheiden. Und das muss er sich auch nicht, denn ganz entschieden steht fest: Die Schauspielerinnen und Schauspieler beherrschen all diese Genres, das haben sie in ihrem anspruchs-vollen Stück eindrücklich gezeigt. Die Entscheidung wird in die Hände der Zuschauerinnen und Zuschauer gelegt, und die entschieden sich erst einmal für lang anhaltenden Applaus. Die Frage „Wie entscheide ich was und warum und wozu?“ jedoch schwebte noch eine Weile über dem Publikum in der THG-Aula – wie ein Luftballon, den man vom Wasen mit nach Hause nimmt.

Text: Carmen Große (auf der Grundlage des Programmheftes)

Fotos: Carmen Große