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Von der Gold-, der Silber- und der Saphir-Fee


Das zauberhafte Begegnungskonzert des Liceo Caterina Percoto aus Udine und des Theodor-Heuss-Gymnasiums aus Esslingen

Nicht nur die Gold-, die Silber- und die Saphir-Fee aus Tschaikowskys Ballett „Dornröschen“ hatten das Publikum verzaubert, sondern das ganze Konzertprogramm, das ihm in der Gemeindehalle in Altbach geboten wurde.
Zu Kammermusik, sinfonischer Ballettmusik und Chorgesang hatten die jungen Musikerinnen und Musiker des Liceo Caterina Percoto aus Udine und des Theodor-Heuss-Gymnasiums unter der Leitung von Claudia Grimaz, Marco Querzola, Daniel Egger und Rainer Butz eingeladen. Dieses Konzert bildete den Höhepunkt und Abschluss des diesjährigen Austauschs zwischen den beiden Schulen. „Was vor sechs Jahren anfing“, erinnerte sich THG-Schulleiter Michael Burgenmeister in seiner Begrüßungsrede, „hat sich mittlerweile fest etabliert.“ Jedes Jahr reist eine Sprachgruppe von Esslingen nach Udine bzw. von Udine nach Esslingen; im Wechsel reist im einen Jahr das deutsche, im anderen Jahr das italienische Orchester mit und erweitert so den Sprach- um einen Musikaustausch der beiden Musikprofil-Schulen. Die Freude, sich wiederzusehen und sich weiter bzw. neu kennenzulernen, war auf beiden Seiten groß, das können die Sprachlehrerinnen Emanuela Griffo, Cristina Cupani und Heike Danne bestätigen; zusammen ein gemeinsames Konzert auf die Beine zu stellen, macht den besonderen Reiz der Begegnung aus, sind sich die Musikkollegen einig.
Und was für ein Konzert! In einem ersten Teil zeigten die Gäste aus Italien ihr großartiges Können in wechselnden Besetzungen, immer fein aufeinander abgestimmt: sei es im Flöte-Klarinette-Klavier-Trio, zu zweit mit Flöte und Klavier oder doch wieder zu dritt mit Flöte, Violoncello und Klavier; sei es bei zwei Gesang-Soli begleitet von einer Gitarre oder als Chor, der nicht nur stimmlich seinen Klang entfaltete, sondern auch körperlich mit Bodypercussion. Das THG-Sinfonieorchester überzeugte im zweiten Teil des Konzerts: Bläser und Streicher bildeten eine durchweg harmonierende Einheit; die Holzbläser hatten bei Haydns „Chorale St. Antoni“ ihren ganz eigenen Auftritt und fügten sich bei den nachfolgenden Tänzen wieder wunderbar ein. Das Publikum sah dabei die drei Feen aus „Dornröschen“ förmlich über die Bühne schweben – lächelnd, leicht und lebensfroh. „Viva la vida“ sangen und spielten Chor und Orchester, italienische und deutsche Schülerinnen und Schüler zum Abschluss zusammen – „Lebe das Leben“.

Text und Fotos: Carmen Große